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 root GSV  Veranstaltungen  Bundesfachtagungen   15.-17.05.2014 in Rostock Warnemünde

BUNDESFACHTAGUNG u. MITGLIEDERVERSAMMLUNGEN vom 15. bis 17. Mai 2014 in Rostock-Warnemünde

Wer in diesem Jahr nicht mit dabei war, hat wirklich etwas verpasst: Neben vielen fachlichen Informationen der Bundesfachtagung bot sich den Teilnehmern mit der Yachthafenresidenz Rostock-Warnemünde eine außergewöhnlich schöne Tagungskulisse. Der Wettergott tat dann noch sein Übriges, die Tagungsteilnehmer in diesem Urlaubsambiente glücklich zu stimmen: Er sorgte für drei sonnenreiche Tage, an denen die Mitglieder von Bundesinnung Gerüstbau und Bundesverband Gerüstbau sowie vom Güteschutzverband Stahlgerüstbau dem vielfältigen Tagungsprogramm folgen und sich mit Blick auf die Ostsee unter Kollegen austauschen konnten.

Die Teilnehmerzahlen waren entsprechend rekordverdächtig.

In den Mitgliederversammlungen gab es wie immer Informationen zu den aktuellen Entwicklungen in den Fachbereichen Technik, Wirtschaft und Recht, zur Nachwuchskampagne und zur Union Europäischer Gerüstbaubetriebe. Berichtet wurde u.a. über die in Novellierung befindliche Betriebssicherheitsverordnung, den aktuellen Tarifabschluss einschließlich des Mindestlohns, der im Bundesministerium für Arbeit und Soziales erneut auf seine Allgemeinverbindlichkeitserklärung wartet, die rechtlichen Entwicklungen zum gesetzlichen Mindestlohn sowie den abgeschlossenen Umbau der Geschäftsstelle.

Die Teilnehmer der Mitgliederversammlungen von Bundesinnung Gerüstbau und Bundesverband Gerüstbau erhielten im Anschluss die neue Fachinformation „Persönliche Schutzausrüstung für den Gerüstbau“ und hatten Gelegenheit, die Neuheiten im Ausstellerbereich zu betrachten. Dort wurde auch ein Messestand aus Gerüstmaterial vorgestellt, der sich für Ausbildungsmessen eignet.

Auch, wenn die in der Mitgliederversammlung von Bundesinnung Gerüstbau und Bundesverband Gerüstbau vorgestellten Daten des Statistischen Bundesamtes einen Aufschwung in der Gerüstbaubranche ausweisen, bleibt das Thema „Verkaufen“ allgemein eine Herausforderung für die Gerüstbaubetriebe. Im Mittelpunkt des Vortrags am Freitagnachmittag von Herrn Klaus Schinko stand daher das Thema „Emotionaler Verkauf“. In dem Workshop mussten auch die Teilnehmer selbst aktiv werden und lernten in einem Selbsttest auf unterhaltsame Weise das eine oder andere über ihr Naturell und die sich hieraus ergebenden Besonderheiten beim Verkaufen.

Neben der alljährlichen Ehrung der jahrgangsbesten Jungmeister bekamen in diesem Jahr erstmals auch die neuen Fachfrauen in feierlichem Rahmen ihre Auszeichnung für das Absolvieren der sechs Seminarmodule.


Für sein herausragendes Engagement für die Gerüstbauer-Branche erhielt Dipl.-Ing. Christoph Bügler die Ehrenplakette und damit die höchste Auszeichnung in der Branche.

Nach einem – der Tradition entsprechenden teils bis in die frühen Morgenstunden dauernden – Begrüßungsabend im schönen Ambiente der Bootshalle konnten wir am Samstagmorgen einen ganz besonderen Gast begrüßen. Herr Hans-Peter Wollseifer, neu gewählter Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, gab einen politischen Aus- und Überblick zu den aktuellen Herausforderungen für das Handwerk in Deutschland und Europa. Hierzu gehört auch die auf dem Prüfstand stehende Meisterpflicht.

Im An- und Abschluss der Fachtagung gab es schließlich den traditionellen Talk im Gerüst/Fachtagung Technik zum Thema Traggerüste. Dies stellt sozusagen die Königsdisziplin des Gerüstbaus dar und hat auch wesentlich dazu beigetragen, dass der Gerüstbau seit 1998 Vollhandwerk ist und somit der Meisterpflicht unterliegt.

Gelegenheit zum Austausch unter Kollegen gab es abschließend noch einmal beim Ausflugsprogramm, welches in diesem Jahr das besondere Ambiente der Ostsee nutzte. Der Ausflug begann mit einer spannenden Besichtigung der Neptunwerft, bei der die Ausflugsteilnehmer die einzelnen Stationen eines Schiffbaues besichtigen konnten und fand seinen krönenden Abschluss mit einem Segeltörn auf der Ostsee. Bei strahlendem Sonnenschein genoss man bei Kaffee und Kuchen sowie Fischbrötchen neben dem Wetter die entspannte Atmosphäre mit Ausblick auf die ruhige See und die Schiffe.

„Wie wollt Ihr das in den nächsten Jahren noch toppen?“ war die meistgestellte Frage der Teilnehmer zum Abschluss.